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Kulturinitiative e.V.

Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Begegnung mit Ingmar Björn Nolting  19.3.2021 

Interview

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rheinmeeting in Köln

Aus der Reihe: Alles wirkliche Leben ist Begegnung (M. Buber), Rhein-Meeting Köln; Februar - März 2021)

Anbei haben Sie Zugang zu den Interviewausschnitten

 

Was reizt dich an der Wirklichkeit? -> Link

Hintergrund des Photoprojekts Indunazentrum –Ingmar Björn Nolting  -> Link

Blick aus künstlerischer Perspektive – Ingmar Björn Nolting  --> Link

Verschiedene Wahrnehmungen – Ingmar Björn Nolting  -> Link

„Den Mensch als Menschen zu sehen“ – Ingmar Björn Nolting" -> Link

Wie verändert uns alle das eigene Photographieren? – Ingmar Björn Nolting -> Link

 IBN2489 Measure and Middle Ingmar Bjoern Nolting 01

Zur VeranstaltungBegegnungen auf Distanz

Nach einer Rede von Angela Merkel am 18. März 2020 bricht Ingmar Björn Nolting auf, um durch Deutschland zu fahren und Aufnahmen über den ersten Lockdown zu machen. Seine Reise führte ihn 9000 km durch das Land. Er fotografierte Grenzlinien und Hinterhöfe der Corona-Krise mit dem Ziel einer zusammenhängenden, umfassenden und persönlichen Dokumentation der Situation. Die so entstandenen Bildern gewähren einen eindrücklichen Einblick in den aktuellen Zustand der deutschen Gesellschaft. In dem Treffen wird er seine Arbeit vorstellen und über seine Beobachtungen sprechen.

zur Person:Ingmar Björn Nolting

Ingmar Björn Nolting (1995) lebt und arbeitet als freiberuflicher Fotograf in Leipzig, Deutschland. Er studierte Fotografie an der Fachhochschule Dortmund, ist Mitglied der Agentur Laif und Gründungsmitglied des Foto-Kollektivs DOCKS. Ingmars Langzeitprojekte wurden mit nationalen und internationalen Preisen wie dem Getty Reportage Grant, World Report Award und einem VG Bildkunst Stipendium ausgezeichnet. Seine Bilder wurden ua. im TIME Magazine, ZEIT Magazin, GEO und Stern veröffentlicht.

 Webinar - 19.3. 2021 um 19:15 Uhr

Pressemitteilung nach dem Treffen, Rhein-Meeting

Am 19.3.21 sprachen Hubert Keßler, Sonja Reimer und Juliana Wegmann-Piermartini mit dem Fotografen Björn Ingmar Nolting über dessen Arbeit. Gleich zu Beginn betonte Nolting, dass für ihn die Fotografie „Schlüssel für Begegnungen“ sei. Sie ermögliche ihm, „an Orte zu kommen, an die ich sonst nicht käme“ und anderen davon zu erzählen. Bilder seien dabei eine Möglichkeit, das Leben des anderen zu teilen, auch auf Distanz.

In einem einführenden Vortrag lotete Nolting das der Fotografie eigentümliche Verhältnis von Nähe und Distanz aus. Zuerst zeigte er Bilder aus dem Göttinger Iduna-Zentrum, wo er mehrere Monate gelebt hatte und verwies auf Geschichten einzelner Bewohner. Besonderes Anliegen war ihm dabei, den Menschen, die er fotografiert, „auf Augenhöhe zu begegnen“. So lud er die Bewohner im Iduna-Zentrum auch ein, auf der Doppelseite eines Notizbuchs ihre eigene Geschichten zu erzählen. Die so entstandenen Bilder gingen ein in den Zyklus „Hinter Fassaden“. 

Ganz anders dann das Verhältnis von Nähe und Distanz bei den Bildern, die im Rahmen des ersten Lockdown entstanden sind. Er zitierte Merkels Satz aus ihrer Rede vom 18. März 2019: „Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge“, der ihn veranlasst habe, zu einer Reise durch Deutschland aufzubrechen, um zu sehen, was da gerade passiert. Durch die gebotene Distanz wurden die Bilder gewissermaßen zur Bühne, auf denen sich Szenen und Geschichten abspielen. Eingefangen in den Bilder ist dabei auch in der Farbgebung das in dieser Zeit vorherrschende Gefühl des Surrealen. Gleichzeitig habe er erfahren dürfen, dass auch auf Distanz Begegnungen möglich sind.

Nolting betonte dabei den subjektiven Charakter seiner Bilder. Es gehe um die Wirklichkeit, wie er sie gesehen habe. Erfahrbar für Zuschauer und Zuhörer wurde dabei Martin Bubers Satz, der in der Einführung zitiert wurde: „Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch.“ Vielen Dank, Ingmar Björn Nolting, für dieses Gespräch!



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