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Etty Hillesum - Zeugnis einer Menschlichkeit auf der Demo

 Redebeitrag 19.3.2016 Fest der Menschlichkeit

Wir hören heute Textpassagen aus dem Tagebuch- „Das denkende Herz“ von Etty Hillesum, einer jungen Frau aus Holland, näher hin Amsterdam. Wie von Anne Frank ist auch von ihr ein Tagebuch überliefert.

Warum lesen wir aus ihrem Tagebuch, das eigentlich mehr als ein Tagebuch ist. Es ist eine Entdeckung und Erschließung des Lebens, ein Nachdenken über das Leben wie es sich in ihr als Mensch entfaltet und wie es sich in uns allen entfalten kann.

Wenn man ihr Tagebuch, „Das denkende Herz“, liest, schlägt man es verändert zu.

In ihr begegnen wir dem Menschen Etty Hillesum, der jungen, vorbildlichen Frau, die in Auschwitz wie Tausende andere ihr Leben lassen musste und kurz vor ihrer Ermordung im Durchgangslager Westerbork schreiben konnte:

Im Juni 1942: „Der Frieden kann nur dann zum echten Frieden werden, irgendwann später, wenn jedes Individuum den Frieden in sich selbst findet und den Hass gegen die Mitmenschen, gleich welche Rasse oder welchen Volkes in sich ausrottet, besiegt und zu etwas verwandelt, das kein Hass mehr ist, sondern auf weite Sicht sogar zu Liebe werden könnte. … Ich bin ein glücklicher Mensch und preise dieses Leben…“

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Etty Hillesum - Zeugnis einer Menschlichkeit

„Auch wenn uns nur eine enge Straße bleibt, auf der wir gehen dürfen, steht über dieser Straße der Himmel.“ (Etty Hillesum)

Zeugnis einer Menschlichkeit –

im Kontext des Bündnisses für Menschlichkeit

Am Donnerstag, den 10. November 1941, schreibt eine jüdische Frau von 27 Jahren namens Etty Hillesum in ihrem Tagebuch „DAS DENKENDE HERZ DER BARACKE“:

„Lebensangst auf der ganzen Linie. Völliger Zusammenbruch. Mangel an Selbstvertrauen. Abscheu. Angst.“ Ein halbes Jahr später, im Juli 1942, Etty war schon im Durchgangslager Westerbork, lesen wir dann: „Gut, diese neue Gewissheit, dass man unsere totale Vernichtung will, nehme ich hin. (…) Die eine Gewissheit darf durch die andere weder geschwächt noch entkräftet werden. Ich arbeite und lebe weiter mit derselben Überzeugtheit und finde das Leben sinnvoll, trotzdem sinnvoll.“

Wie ist solch eine persönliche Entwicklung möglich?

Das letzte Lebenszeichen war eine Postkarte von ihr, die ein Bauer zufällig an den Bahngleisen Richtung Auschwitz fand. Er las: „Wir haben das Lager singend verlassen. Auf Wiedersehen!“ Zwei Monate später, am 30. November 1943, war sie tot.

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Die Seele Europas im Denken J. Ratzingers 16. Mai 2014

Aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom entstanden

Europa im Denken von Joseph Ratzinger / Papst Benedikt

Einladung zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch
Die Europawahl steht vor der Tür. Damit stellt sich uns allen die Herausforderung, Stellung zu nehmen. Schauen wir auf die bisherigen Wahlen, stehen wir vor einer eigenartigen Entwicklung: Die Teilnahme an der Wahl geht rapide nach unten, auf der anderen Seite steht das Faktum, dass Europa bis in unsere Wohnzimmer hinein entscheidet. Das belegt die Tatsache, dass über 70 Prozent aller neu verabschiedeten deutschen Gesetze auf Entscheidungen basieren, die in Brüssel oder Straßburg getroffen wurden. Aufgrund dessen ist die Frage nach Europa, die Frage, Europa, was ist das eigentlich und welches Europa wollen wir, durchaus von großem Interesse.
Dr. J. Zöhrer spricht über das Verständnis von Europa, wie es sich in den Schriften eines der großen Universalgelehrten unserer Zeit, Joseph Ratzinger - em. Papst Benedikt XVI. zeigt. Welches Verständnis von Europa, welche Möglichkeiten aber auch Gefahren sieht er in diesem Gebilde – Europa? Herr Zöhrer gehört zum Schülerkreis von Joseph Ratzinger und lehrt an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg.
Hubert Keßler, Kulturinitiative e.V.

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Kulturinitiative

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