Berichte aus dem Gazastreifen
Von Hubert Keßler
Ein jeder kennt die Bilder aus dem Gazastreifen, noch deutlicher sprechen seine Worte:
In seinem Tagebuch schreibt Pater Gabriel:
Pater Gabriel beim Onlineinterview bei dem kulturellen Treffen in Rimini „Zur Freundschaft unter den Völkern.“
„Wie können wir all das denen erklären, die außerhalb von Gaza leben und keine Ahnung haben, was es bedeutet, inmitten riesiger Trümmer zu überleben und mitzuerleben, wie das eigene Leben innerhalb von Minuten zerstört wird? Das Leben hat sich seit Kriegsbeginn so sehr verändert!
Stellen Sie sich vor, Sie verlieren Ihr Zuhause durch einen Bombenangriff. Sie suchen Zuflucht bei Ihrem Vater oder Bruder, aber auch deren Haus wird bombardiert. Stellen Sie sich vor, Sie haben in der Zwischenzeit nicht nur Ihre Arbeit verloren, sondern auch Ihren Arbeitsplatz, der ebenfalls bombardiert wurde; und die Schule Ihrer Kinder ist zerstört. Und der Tod ist allgegenwärtig. S 29

„Ich gestehe, und das ist meine Schwäche in Momenten der Erschöpfung: Mir scheint, dass das, was wir in unserer Gemeinde und in der Nachbarschaft tun, kaum oder gar keinen Sinn hat. Vielleicht ist es aber gerade dieses „Kaum“ das, was am Ende wichtig ist! Wir stecken in einer so absurden Situation. Die Gemeinde ist wie ein kleines Boot, das mitten in einer Flut hin und her geworfen wird, und wir alle sitzen darin, geschützt in diesem zerbrechlichen Gefäß, und hoffen, dass es nicht sinkt. Wir leben, ja, natürlich, aber manchmal haben einige von uns das seltsame Gefühl, tot zu sein. Wir fühlen, als hätte unser Leben keinen Sinn mehr. In gewisser Weise ist all das real.“ S 152
Sammlung am darauffolgenden Sonntag in der Hofkirche

Damit beginnt unsere Reihe: EIN SCHATZ IN ZERBRECHLICHEN GEFÄßEN, In diesem Falle im zerbrechlichen Gefäß der Katholischen Gemeinde im Gazastreifen.
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