Die letzte Freiheit - Lesung in der Stadtbibliothek Bruchsal
Von Hubert Keßler
Die letzte Freiheit von Maria Calasanz Ziesche
Eine Kooperation mit der Pfarrei Hl. Edith Stein (Pfarrer Dr. Johannes Mette, der Lebenshilfe Bruchsal - Bretten, (Herr Gärtner) dem Caritasverband Bruchsal ( Herr Ellmann) und Kulturinitiative e.V.
Das Buch Die letzte Freiheit von Maria Calasanz Ziesche erzählt die Lebensgeschichte von Hermann von Altshausen (1013–1054), der als „Hermann der Lahme“ bekannt wurde. Er lebte als Mönch im Kloster auf der Bodenseeinsel Reichenau und zählt zu den bedeutenden Gelehrten des Mittelalters.
Hermann leidet seit seiner Kindheit an einer schweren körperlichen Behinderung. Er muss Zurücksetzung und Neid ertragen, lässt sich davon jedoch nicht entmutigen. Gestützt auf seinen Glauben und die Annahme seiner Lebenssituation entfaltet er außergewöhnliche Fähigkeiten. Er wird zu einem bedeutenden Wissenschaftler, Mathematiker, Historiker, Schriftsteller und Musiker.
Die zentrale Botschaft des Buches liegt in seinem Verständnis von Freiheit: Wahre Freiheit hängt nicht davon ab, körperlich uneingeschränkt zu sein oder alle äußeren Hindernisse überwinden zu können. Sie entsteht vielmehr aus der inneren Haltung, mit der ein Mensch sein Schicksal annimmt und sein Leben gestaltet. Hermann zeigt, dass auch unter schwierigen Bedingungen ein erfülltes, schöpferisches Leben möglich ist.
Der Titel Die letzte Freiheit verweist somit auf eine Freiheit, die dem Menschen selbst dann bleibt, wenn seine äußeren Möglichkeiten begrenzt sind: die Freiheit, das eigene Leben innerlich zu bejahen und ihm einen Sinn zu geben.
Das Buch ist eine romanhaft gestaltete Biografie und verbindet die Lebensgeschichte Hermanns mit einem Einblick in die Welt des mittelalterlichen Klosters Reichenau.